Die Arbeitsspeicher-Module (RAM) in Ihrem Computer sind entscheidend für die Leistungsfähigkeit Ihres Systems. Wenn der RAM zu langsam ist oder Sie nicht genug davon haben, können die gewünschten Programme nicht reibungslos laufen. In den letzten zehn Jahren wurde in den meisten PCs DDR4-RAM eingesetzt, doch DDR5 gewinnt zunehmend als Standard.
DDR5 gegenüber DDR4: Taktgeschwindigkeit und Datenübertragungsrate
Moderne Laptops sind häufig mit DDR5-RAM ausgestattet.
Die Leistungsfähigkeit eines PCs wird maßgeblich durch die Taktfrequenz bestimmt – also wie oft die RAM-Module pro Sekunde auf den Speicher zugreifen können.
Die Standard-Taktrate für DDR4 liegt bei 2133 MHz, während DDR5-Module typischerweise bei 4800 MHz starten. Um DDR5 schneller laufen zu lassen, muss möglicherweise das XMP-Profil im BIOS aktiviert werden, falls es noch nicht aktiv ist. Die meisten gängigen DDR5-Kits, wie beispielsweise Corsair Vengeance RGB, liegen aktuell bei Geschwindigkeiten zwischen 5200 MHz und 6000 MHz.
DDR5 bietet zudem höhere Datenübertragungsraten im Vergleich zu DDR4. Bei korrekter Konfiguration kann ein PC mit DDR4 bis zu 3200 MT/s erreichen, ohne zu übertakten. DDR5 kann auf High-End-Motherboards bei übertaktetem Betrieb bis zu 8.000 MT/s leisten, während die Unterstützung der aktuellen Intel-Generation (14. – 13.) standardmäßig bei 5600 MT/s liegt, und AMDs Ryzen 8000-Serie offiziell bis 5200 MT/s unterstützt.
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Vergleich: DDR4- und DDR5-Speichergröße
Die maximale Speicherkapazität eines einzelnen DDR5-Moduls beträgt beeindruckende 512 GB. Allerdings unterstützen die meisten Prozessoren und Mainboards diese Kapazität nicht vollständig. Hochwertige Mainboards wie das Gigabyte Aorus Z790 Extreme X verwalten bis zu 192 GB Gesamtspeicher mit einzelnen Modulen von bis zu 48 GB.
Im Gegensatz dazu sind die Grenzen bei DDR4 deutlich niedriger: Die maximale Kapazität liegt bei 128 GB, verteilt auf zwei bis vier DIMMs.
Unsere Empfehlung: DDR5
Ein 32GB DDR5-Kit von Corsair Vengeance kostet jetzt nur noch 90 USD, was deutlich günstiger ist als DDR4 bei gleicher Kapazität.
DDR4 vs. DDR5: Latenzzeiten
Die Latenzzeit gibt an, wie schnell der Arbeitsspeicher bei Zugriffen auf die Daten ist. Früher hatte DDR4 dank niedrigerer CAS-Latenzzeiten immer Vorteile gegenüber DDR5. In praktischen Anwendungen ist dieser Unterschied jedoch kaum noch spürbar – es sei denn, Millisekunden spielen eine wichtige Rolle für Sie.
Die Gesamtlatenz hängt sowohl von der Taktrate als auch von der CAS-Latenz ab. Ein DDR4-3200 CL20 Modul zeigt beispielsweise eine CAS-Latenz von 20. (Je niedriger, desto besser). Die meisten DDR5-Module haben Werte zwischen CL30 und CL36. Dank der höheren Übertragungsraten gleicht DDR5 diese höheren Latenzzeiten praktisch aus.
Unsere Empfehlung: Unentschieden
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Preise für DDR4 vs. DDR5 RAM
Die Preise für RAM-Module schwanken natürlich, aber DDR4 ist seit über einem Jahrzehnt auf dem Markt und deutlich günstiger. Ein 16GB-Dual-Channel-Set DDR4-3200 von Corsair Vengeance kostet derzeit oft weniger als 40 USD, während das gleiche bei DDR5 bei etwa 70 USD liegt.
Bei höheren Kapazitäten gleichen sich die Preise allerdings an: Ein 32GB DDR5-Kit von Corsair kostet mittlerweile nur noch rund 90 USD, was deutlich günstiger ist als DDR4 bei gleicher Größe.
Mainboards, die DDR5 unterstützen, sind momentan noch etwas teurer, aber die Preisdifferenz verringert sich schnell. Beispielsweise kostet das DDR5-Motherboard Asus ROG Strix B760-A nur 5 USD mehr als die DDR4-Version.
Unsere Empfehlung: DDR4
16 GB DDR4-3200 Corsair Vengeance Module kosten derzeit weniger als 40 USD.
Lohnt sich das Upgrade auf DDR5?
Ob es sinnvoll ist, auf DDR5 umzusteigen, hängt von Ihren individuellen Anforderungen ab. DDR5 bietet höhere Bandbreiten und Kapazitäten, war früher jedoch auch mit höherer Latenz und teureren Komponenten verbunden. Mittlerweile ist DDR5 spürbar schneller als DDR4, und die Unterstützung für DDR4 auf den neuesten Mainboards und Prozessoren wird zunehmend eingeschränkt. Wenn Geld keine große Rolle spielt, ist der Umstieg auf DDR5 empfehlenswert – vorausgesetzt, Sie aktualisieren auch Mainboard und Prozessor und prüfen, ob Ihr Netzteil ausreichend dimensioniert ist.
DDR5 bietet zwar eine höhere Datenübertragungsrate, die besten DDR4-Module sind aber nach wie vor deutlich günstiger.