Haben Sie sich endlich entschieden, ein Virtual-Reality-Headset zu kaufen?
Sie haben Optionen, egal ob das extrem populäre eigenständige Meta Quest 2, Sonys beeindruckendes, aber spielorientiertes PlayStation VR2 (das an eine PS5 gebunden ist, aber künftig PC-Unterstützung erhalten könnte) und einige Einstiegsmodelle, bei denen ein Smartphone ins Visier eingelegt werden muss.
Meta setzt im Raum weiter auf Wachstum mit dem Meta Quest 3, das seinen Vorgänger deutlich weiterentwickelt und sich großzügig am deutlich teureren Meta Quest Pro orientiert. Aber wenn Sie sich zwischen dem Meta Quest 2 und dem Meta Quest 3 entscheiden möchten, gibt es einiges abzuwägen.
Der Meta Quest 3 ist in jeder Hinsicht eine spannende Weiterentwicklung gegenüber dem Quest 2. Derzeit wird er mit Batman: Arkham Shadow geliefert und einer dreimonatigen Horizon+-Testphase.
Meta Quest 3 vs Meta Quest 2: Preis
Wie zu erwarten, kostet das drei Jahre alte Meta Quest 2 deutlich weniger als das neue Meta Quest 3. Und das auch deutlich.
Das Meta Quest 2 wird in der 128-GB-Version für 200 US-Dollar oder in der 256-GB-Version für 300 US-Dollar angeboten, was doppelt so viel Speicherplatz für Spiele und andere Inhalte ermöglicht.
Im Vergleich dazu kostet das Meta Quest 3 ohne Rabatt 499 US-Dollar für die 128-GB-Version oder 649 US-Dollar für die 512-GB-Version (vier Mal so viel Speicher). Beide Modelle beinhalten aktuell das Fantasy-Rollenspiel Asgard’s Wrath II kostenlos, laut Meta im Wert von 59 US-Dollar.
Für unter 300 US-Dollar bietet das ursprüngliche Meta Quest 2 ein unglaubliches Preis-Leistungs-Verhältnis, besonders da noch so viel Inhalt dafür verfügbar ist. Allerdings geht der Bestand des Quest 2 zur Neige und es wird zunehmend schwieriger, neue Originalverpackte zu finden, beachten Sie das.
Unsere Wahl: Meta Quest 2
Meta Quest 3 vs Meta Quest 2: Leistung
Der Meta Quest 3 ist jetzt ein echtes Mixed-Reality-Headset, statt nur ein VR-Headset wie der Meta Quest 2.
Was die Technik unter der Haube angeht, gibt es in nahezu allen Bereichen erhebliche Unterschiede zwischen dem Meta Quest 2 und dem Meta Quest 3.
Der Meta Quest 2 setzt auf zwei Bildschirme mit 1.832 × 1.920 Pixel pro Auge und bis zu 90 Hz Bildwiederholrate. Der Meta Quest 3 erhöht die Auflösung auf 2.064 × 2.208 Pixel für ein detaillierteres Bild und steigert die Bildrate auf 120 Hz.
Meta bezeichnet dies als sein 4K+ Infinite Display, doch da es so nah am Auge liegt, sollte man nicht erwarten, dass es so scharf ist wie ein 4K-Fernseher an der Wand. Dennoch beseitigt es weitgehend den sogenannten Screen-Door-Effekt, bei dem man einzelne Pixel erkennen kann.
Was die Leistung angeht, setzt der Meta Quest 2 auf Qualcomms Snapdragon XR2-Prozessor, während der Quest 3 einen Snapdragon XR2 Gen 2-Chip besitzt, der laut Meta ungefähr 30 Prozent mehr Geschwindigkeit und zwischen 2- und 2,5-mal bessere Grafikleistung liefern soll. Das Laden und Spielen von Titeln erfolgt deutlich schneller, sie sehen hübscher aus, und das Hand-Tracking ist verbessert. Das neue Headset kommt mit 8 GB RAM im Vergleich zu 6 GB beim Quest 2.
Die Akkulaufzeit bleibt bei beiden Headsets ähnlich und liegt je nach Nutzung bei etwa 3 Stunden.
Unsere Wahl: Meta Quest 3
Meta Quest 3 vs Meta Quest 2: Funktionen und Inhaltsbibliothek
Sowohl das Meta Quest 2 als auch das Meta Quest 3 sind bequeme eigenständige Headsets mit einem gesunden (und vielfältigen) App-Store. Abgesehen von einer höheren Auflösung und mehr Leistung liegen die wichtigsten Unterschiede zwischen dem Meta Quest 2 und 3 in den Farbdurchreichungs-Fähigkeiten des Letzteren, wie sie durch die Kameras und Sensoren an der Vorderseite des neuen Headsets sichtbar werden.
Das Meta Quest 3 ist nicht länger auf die körnige Schwarz-Weiß-Sicht der Außenwelt beschränkt, die man vom Meta Quest 2 kennt; nun kann man digitale Informationen deutlich sehen und direkt über der realen Welt interagieren. Mixed-Reality-Erlebnisse wirken realistischer denn je.
Dazu gehören das Spielen von Titeln, bei denen Objekte scheinbar auf dem Tisch oder dem Schreibtisch erscheinen, bunte Kreaturen, die hinter Möbeln versteckt sind oder versuchen, Löcher in die Wand zu schlagen. Ihr Spielbereich wird nun automatisch bewertet, sodass Sie kein Boundaries mehr mit dem Controller ziehen müssen.
Der Meta Quest 3 ist jetzt tatsächlich ein Mixed-Reality-Headset, nicht mehr nur ein VR-Headset wie der Quest 2.
Der Passthrough ist nicht so scharf und nahtlos wie Apples Vision Pro, aber Apples Gerät kostet auch 3.500 US-Dollar im Vergleich zum Einstiegspreis des Meta Quest 3 von 500 US-Dollar und erfordert zudem eine individuell geformte, lichtschützende Vorrichtung, die dem Gesicht des Nutzers angepasst werden muss.
Es gibt exklusive VR-Spiele und Apps für den Meta Quest 3, darunter kostenlose Demos, und sämtlicher Quest-2-Inhalt funktioniert auch auf dem Quest 3. Quest-2-Besitzer, die bereits Geld in Software investiert haben, können diese weiterhin nutzen – also kein erneuter Kauf von Beat Saber nötig. Rückwärtskompatibilität wird von allen geschätzt.
Unsere Wahl: Meta Quest 3
Meta Quest 3 vs Meta Quest 2: Komfort und Controller
Man kann zwischen dem Meta Quest 3 und dem Meta Quest 2 keineswegs falsch liegen.
Nachdem ich über Jahre hinweg das Meta Quest 2 Headset unzählige Stunden getragen habe, empfand ich es nicht als unbequem, doch das Headset kann sich am Hinterkopf etwas lösen, selbst wenn das Band festgezogen wird.
Beim Meta Quest 3 sorgt das zweizackige Stoffband am Hinterkopf jedoch für eine bessere Ausbalancierung der Brille, sodass sie enger sitzt und auch in intensiven Runden von Superhot oder FitXR nicht verrutscht.
Obwohl der Gewichtsunterschied gering ist – der Quest 2 wiegt 503 Gramm, der Quest 3 515 Gramm – ist der neuere Kopfbügel rund 40 Prozent kleiner.
Die beiden kabellosen Touch Pro-Controller sind etwas kleiner geworden und verzichten auf den großen Kunststoffring um jeden Controller, behalten aber Griffgefühl und Funktionsumfang bei. Die Controller des Quest 3 verfügen zudem über haptisches Feedback, genannt TruTouch-Technologie. Ähnlich wie beim PlayStation VR2 spüren Nutzer in Spielen und anderen Inhalten nun leichte Vibrationen – ein wichtiger Faktor für die Immersion.
Unsere Wahl: Meta Quest 3
Und der Gewinner ist… das Meta Quest 3
Sowohl das Meta Quest 2 als auch das Meta Quest 3 sind komfortable eigenständige Headsets mit einem gesunden (und vielfältigen) App-Store.
Abgesehen vom Preis ist das Meta Quest 3 ein deutlich besseres Headset als das (noch immer beeindruckende) Meta Quest 2.
Neben einer besseren Grafik, mehr Leistung und größeren Speicheroptionen ermöglichen die Vollfarb-Durchsicht in Mixed-Reality und AR-Erlebnisse dem Gerät, auf ein neues Level zu klettern. Der Content wird in den kommenden Monaten und Jahren zweifellos besser werden (wenn man die Langlebigkeit des Quest 2 betrachtet), da immer mehr Entwickler die erweiterten Funktionen des Geräts unterstützen. Sämtliche Inhalte des aktuellen Meta Quest 2 funktionieren auch auf dem Meta Quest 3, und zudem gibt es jetzt haptisches Feedback in den Controllern. Mit anderen Worten, das neue Headset erfüllt alle Anforderungen.
Doch auch kostenbewusste Gamer und alle, die atemberaubende Virtual-Reality-Erlebnisse suchen, werden vom Meta Quest 2 nicht enttäuscht sein, sofern sie ihn finden können.
Man kann mit beiden wirklich kaum etwas falsch machen, aber der klare Gewinner ist das Meta Quest 3.