Thunfisch-Etiketten sind nicht ganz einfach zu deuten — es kann überraschend knifflig sein, zu verstehen, was man kauft. Hier ist eine Übersicht der geläufigsten Begriffe, die man auf einer Dose findet.
Weißer Thunfisch versus leichter Thunfisch: In den USA wird Thunfisch aus der Dose üblicherweise entweder als „weißer Thunfisch“ oder „leichter Thunfisch“ bezeichnet, statt nach Art, obwohl einige Marken auch die genaue Art angeben, die in der Dose verwendet wird.
Beim weißen Thunfisch handelt es sich stets um den Albacore, der optisch weiß aussieht. Es ist eine große Thunfischart, weshalb er in der Regel mehr Quecksilber enthält als kleinere Arten. Er ist auch eine sehr populäre Thunfischsorte in den USA, bekannt für seine fleischige Textur und seinen milderen Geschmack. Es ist kein Zufall, dass eines der größten Unternehmen der Branche „Chicken of the Sea“ heißt.
Der leichtere Thunfisch hingegen kann sich auf eine Vielzahl kleinerer Thunfischarten beziehen, die oft komplexere, deutlich fischigere Aromen aufweisen. Das Fleisch neigt außerdem dazu, eine pinkere oder bräunlichere Färbung zu haben als Albacore. Zu den am häufigsten in den USA verkauften Leicht-Thunfischarten gehören Skipjack (Katsuwonus pelamis), Gelbflossen-Thunfisch, Großaugen-Thunfisch und Tongol. Skipjack ist oft kleiner als Albacore, daher enthalten sie im Allgemeinen weniger Quecksilber.
Ganze Stücke vs. Chunk: „Ganze Stücke“-Dosen sind mit intakten Thunfischfilets gefüllt, die fest, fleischig und zart zerfallen wirken. Chunk-Thunfisch besteht dagegen aus einer Mischung von Fischstückchen, was zu einer zerrupften, eher matschigen Textur führt.
Angel- und Schnur-Fischerei: Dies ist der Maßstab für nachhaltige Thunfischfischerei. Jedes Tier wird einzeln an einer Angelrute gefangen, was dazu beiträgt, die Bestände der Fische reichlich zu halten und die Beifangrate anderer Meereslebewesen zu verringern. Diese Methode ist zudem langsamer, weshalb Unternehmen, die die Angel- und Schnur-Fischerei anwenden (wie Conservas Ortiz und Fishwife), teurer sein können. Weil die Angel- und Schnur-Fischerei oft auf Schiffen in heimischer Nähe mit regelmäßigen Hafenrückläufen operiert — im Gegensatz zur Langlinienfischerei und einigen Netzfischereien, bei denen Boote monatelang auf See bleiben — hat sie oft auch eine bessere Bilanz hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen.
Langline- und Schleppnetzfischerei: Andere gängige Fangmethoden umfassen Langlinienfischerei und Schleppnetzfischerei, die von großen Unternehmen wie Bumble Bee, Dongwon und StarKist genutzt werden. Diese Methoden werden oft kritisiert wegen der großen Beifangmengen, die Meereslebewesen (einschließlich geschützter Arten wie Meeresschildkröten, Delfine, Wale und sogar Meeresvögel) umfassen, die unbeabsichtigt gefangen und entsorgt werden.
Wildfang: Wenn man viele Arten von Meeresfrüchten kauft, wie Garnelen und Lachs, wird oft zwischen Zuchtfisch (aufgezogen) und Wildfang unterschieden. Interessanterweise wird fast der gesamte Thunfisch, der für den Verzehr in Dosen verarbeitet wird, wild gefangen; dennoch verwenden viele Unternehmen diesen Begriff auf ihren Etiketten, wahrscheinlich weil Kunden ihn mit höherer Qualität assoziieren.
Marine Stewardship Council: Um das MSC-Blauetikett zu führen, muss eine Fischerei jährlich eine unabhängige Prüfung bestehen, um nachzuweisen, dass gesunde Bestände erhalten bleiben und die Fischerei minimale Auswirkungen auf die Meeresumwelt hat. Beachten Sie jedoch, dass diese Zertifizierung auf Fischereien und nicht auf ganze Marken oder Unternehmen vergeben wird.
Wenn Sie eine MSC-zertifizierte Dose suchen, lesen Sie die Etiketten sorgfältig: Manche Produkte eines Unternehmens können MSC-zertifiziert sein, andere jedoch nicht.
Delfinschutz: Wenn eine Dose mit „dolphin-safe“ gekennzeichnet ist, bedeutet das, dass der Thunfisch den gesetzlichen Standards zum Schutz der Delfine während der Thunfischernte entspricht. Unter anderem darf der Thunfisch nicht dadurch gefangen worden sein, dass Delfine absichtlich mit Schleppnetzen eingefangen wurden. Doch es befasst sich nicht mit dem unbeabsichtigten Beifang anderer Meereslebewesen. (In den USA wird die Kennzeichnung „dolphin-safe“ von NOAA Fisheries im Rahmen des Dolphin Protection Consumer Information Act geregelt.)