Wahrscheinlich besitzen Sie bereits Sonnenschutzkleidung

Ja. Wirklich. „Was wir eine mehrschichtige Vorgehensweise nennen“, erklärte Dr. Steven Q. Wang, Vorsitzender des Photobiologie-Ausschusses der Hautkrebsstiftung, mir am Telefon. Dazu gehört das Tragen von Hüten und Kleidung zum Schutz der Haut sowie die Anwendung von Sonnenschutzmitteln, wenn Sie sich dem Sonnenlicht aussetzen.

Die Hautkrebsstiftung empfiehlt, dass jede Person eine „umfassende tägliche Sonnenschutz-Routine“ zwischen 10 Uhr vormittags und 16 Uhr nachmittags pflegt – jene Stunden, in denen die UV-Strahlung am stärksten ist. Falls Sie eine konkretere Orientierung wünschen, empfiehlt die US-Umweltschutzbehörde (EPA), Schutzkleidung zu tragen, wenn der UV-Index über 3 liegt. Das kommt regelmäßig von Frühling bis Herbst in den USA vor und das ganze Jahr über in bestimmten Teilen des Landes. Sie können den aktuellen UV-Index für Ihren Standort online prüfen und zudem in vielen Smartphone-Wetter-Apps nachsehen. Wenn Sie dies tun, wird Ihnen auffallen, dass der UV-Index auch an einem eher bewölkten Tag im März oder Oktober Werte von 3 erreichen kann.

Doch die Abdeckung durch Kleidung ist deutlich wichtiger als der UPF-Wert. „Ein langärmliges T-Shirt mit einem UPF von 5, das den ganzen Körper bedeckt, ist viel besser als ein Bikini mit einem UPF von 100“, sagte Wang.

Trotzdem bietet auch Kleidung, die den Großteil Ihres Körpers bedeckt, bei niedrigen oder fehlenden UPF-Werten womöglich nicht ausreichend Schutz, wenn Sie keine Sonnencreme verwenden. Das gilt besonders in Umgebungen wie sonnigen Stränden.

In solchen Fällen sollten Sie erwägen, Sonnencreme unter der Kleidung zu tragen, sagte Michael Tassavor, MD, ein in New York ansässiger Dermatologe. Möglicherweise müssen Sie zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen treffen, wenn Ihre Haut lichtempfindlich ist oder Sie lichtempfindlich machende Medikamente einnehmen. (Aber wenn Sie nicht viel Zeit draußen in der Sonne verbringen, ist das Tragen von Sonnencreme unter der Kleidung wahrscheinlich nicht notwendig, so Wang.)

Obwohl es wichtig ist, die Haut vor der Sonne zu schützen, aufgrund des Hautkrebsrisikos, gibt es auch gesundheitliche Vorteile, sich moderat dem Sonnenlicht entsprechend Ihren Risikofaktoren auszusetzen. Es ist immer ratsam, mit einem Arzt über Ihren Ansatz zum Sonnenschutz zu sprechen, insbesondere wenn Sie viel Zeit im Freien verbringen oder ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs haben.

Sebastian Krämer

Sebastian Krämer

Ich bin Verbraucherjournalist mit Fokus auf Haushalt, Technik und nachhaltigen Konsum. Bei News und Tipps für Verbraucher teste ich Produkte und schreibe praxisnahe Ratgeber. Ehrlichkeit und Alltagstauglichkeit stehen für mich an erster Stelle.