Who Gives a Crap Bewertung: Nachhaltiges Toilettenpapier im Test für Deutschland

  1. Who Gives a Crap

    Vorteile

    • Sauber

    • Biologisch abbaubar

    • Plastikfrei

    Nachteile

    • Keine kostenlose Testprobe

Wenn du kein Baumfreund bist, bist du wahrscheinlich ein Baumgegner—damit will ich es sagen. Zwar mag ich den Lorax nicht imitieren, doch es ist immer eine gute Idee, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu bedenken und Maßnahmen für eine umweltfreundlichere Lebensweise zu ergreifen. Und dein Verhalten im Badezimmer ist ein ausgezeichneter Anfangspunkt.

Laut TheWorldCounts werden weltweit jährlich rund 42 Millionen Tonnen Toilettenpapier verbraucht. Die Herstellung dieser Menge benötigt 712 Millionen Bäume, 1.165 Millionen Tonnen Wasser und 78 Millionen Tonnen Öl. Doch es gibt Möglichkeiten, das zu ändern.

Recyceltes Toilettenpapier benötigt keine gefällten Bäume, verbraucht circa die Hälfte des Wassers und nur ein Drittel der Energie im Vergleich zu herkömmlichem Toilettenpapier – und es ist einfach zu bekommen. Who Gives a Crap ist eine zertifizierte B Corp-Marke, die 100 % Bambus- und 100 % recyceltes Toilettenpapier anbietet. Wir haben die Marke getestet, um zu sehen, ob sie eine ethische, nachhaltige und dennoch erschwingliche Wahl ist. Hier sind unsere Eindrücke.

Was ist Who Gives a Crap?

Toilettenpapier und Papierhandtücher in bunter Verpackung auf weißem Hintergrund

Die australische Marke Who Gives a Crap produziert 100 % Bambus- und recyceltes Toilettenpapier sowie andere nachhaltige Produkte.

Die Australier Danny Alexander, Simon Griffiths und Jehan Ratnatunga gründeten Who Gives a Crap mit dem Ziel, Abholzung zu verringern und Gemeinschaften Zugang zu Toiletten und sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Das Unternehmen spendet 50 % seines Gewinns an Wohltätigkeitsorganisationen, die in den Bereichen Wasser, Hygiene und sanitäre Anlagen aktiv sind, um benachteiligte Gemeinden weltweit zu unterstützen.

Das Sortiment umfasst außerdem 100 % recycelte Papierhandtücher (ab 20 €), 100 % Bambustaschentücher (ab 20 €) und wiederverwendbare Reinigungstücher (ab 12 €).

2022 wurde eine Schwester-Marke namens Good Time ins Leben gerufen, die ebenfalls von den Gründern initiiert wurde. Good Time bietet 100 % plastik- und tierschutzfreie Körper- und Haarpflegeprodukte an, wobei 50 % der Erlöse ebenfalls in Projekte für den globalen Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen fließen.

Was hat mir an Who Gives a Crap gefallen?

Toilettenpapier und Papierhandtücher in bunter Verpackung auf pinkem und blauem Hintergrund

Das Toilettenpapier und die Papierhandtücher von Who Gives a Crap erwiesen sich beim Test als hochwertig, absorbierend und strapazierfähig.

Das Toilettenpapier ist weich (genug) und reißfest

Das Toilettenpapier von Who Gives a Crap besteht aus 100 % Recyclingpapier ohne Farbstoffe, Tinten oder Duftstoffe. Das Recylcingpapier wird regional beispielsweise aus Schulen, Büros, Lehrbüchern und Arbeitszetteln gewonnen.

Dieses 2-lagige Toilettenpapier ist an einer Seite leicht strukturiert mit kleinen, erhöhten Punkten, was die Reinigung erleichtert. Ich habe es nach der Nutzung mit meinem Tushy-Bidet zum Wischen und Trockenpatschen verwendet. Selbst wenn es leicht feucht wurde, hielt es hervorragend und splitterte nie – im Gegensatz zu manchen 3-lagigen Produkten. Es ist zwar nicht fluffig oder so weich wie herkömmliches Toilettenpapier, aber es erledigt die Aufgabe zuverlässig.

Das 100 % Bambus-Toilettenpapier von Who Gives a Crap wird aus forstwirtschaftlich nachhaltigem Bambus hergestellt, der in nur 24 Stunden bis zu 3 Fuß wächst und nicht neu gepflanzt werden muss, da er aus derselben Wurzel wächst. Dieses macht es zu einem erneuerbaren Material. Das Bambus-TP ist eine 3-lagige Rolle, die weicher und strapazierfähiger ist als die recycelte Variante, allerdings auch teurer.

Die Papierhandtücher sind saugfähig und biologisch abbaubar

Die recycelten Papierhandtücher absorbieren Flüssigkeiten gut und reißen an perforierten Linien leicht ab. Die 2-lagigen Rollen sind in der Mitte perforiert, damit man die richtige Menge für die jeweiligen Reinigungsarbeiten wählen kann. Sie verändern ihre Struktur nicht, wenn sie nass werden, und bleiben in Form. Ein kleiner Nachteil: Sie sind etwas kürzer als herkömmliche Papierhandtücher, was ich persönlich praktisch finde, da sie besser in meinen Komposter passen. Für manche könnten sie jedoch an der Handtuchhalterung etwas kurz erscheinen.

Sie sind komplett plastikfrei

Besonders schätze ich an Who Gives a Crap die plastikfreie, fröhlich gestaltete Verpackung, die schön im Badezimmerregal aussieht. Es schmerzt mich immer, an die unnötigen Mengen an Einwegplastik zu denken, die bei herkömmlichem Toilettenpapier und Papierhandtüchern in Folien verpackt sind, die nicht biologisch abbaubar sind, nicht recycelbar sind und in Millionen Tonnen auf Mülldeponien landen.

Jede Rolle von Who Gives a Crap ist einzeln in buntem Tissue-Papier verpackt, um sie vor Feuchtigkeit und Keimen zu schützen, und wird in einer recycelten Kartonschachtel per klimaneutralem Versand geliefert.

Was gefällt mir nicht an Who Gives a Crap?

Keine Gratis-Testangebote

Früher bot Who Gives a Crap eine kostenlose Probepackung von Toilettenpapier, Taschentüchern und Papierhandtüchern an, wenn man ein Abonnement abschloss—die einzigen Kosten waren die Versandkosten. Ich würde es begrüßen, wenn die Marke dieses Angebot wieder einführen würde, da es eine tolle Möglichkeit ist, Kunden den Umstieg auf nachhaltige Produkte zu erleichtern.

Ist Who Gives a Crap sein Geld wert?

Bunte Toilettenpapierrollen in einem Stapel

Warum nicht Bäume schonen mit diesen umweltfreundlichen Rollen?

Ja, wenn du mit jedem Wisch die Welt verbessern willst.

Denn das Toilettenpapier von Who Gives a Crap ist nicht nur nachhaltiger und umweltfreundlicher als herkömmliche Alternativen, sondern häufig auch günstiger! Laut Angaben des Herstellers kostet eine einzelne Seite bei einem 48er-Pack ihres 100 % recycelten Toilettenpapiers nur etwa 0,34 €, während bei Marken wie Cottonelle 0,36 €, Charmin 0,47 € und Quilted Northern 0,41 € anfallen.

Der ökologische und soziale Wert beim Kauf von Who Gives a Crap ist für uns sehr überzeugend, zumal der praktische Abonnenmentservice und die gute Produktqualität den Unterschied machen. Für mich persönlich sehe ich kaum noch eine Möglichkeit, wieder zu herkömmlichen Marken im Supermarkt zu greifen.

Produktbild von Who Gives a Crap Toilettenpapier

Who Gives a Crap Toilettenpapier

Wähle recyceltes Toilettenpapier von Who Gives a Crap, das 50 % weniger Energie und 90 % weniger Wasser als herkömmliches Toilettenpapier verbraucht. Zudem werden 50 % der Gewinne an Organisationen gespendet, die sauberes Wasser und sanitäre Anlagen fördern.

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bei Who Gives a Crap

Sebastian Krämer

Sebastian Krämer

Ich bin Verbraucherjournalist mit Fokus auf Haushalt, Technik und nachhaltigen Konsum. Bei News und Tipps für Verbraucher teste ich Produkte und schreibe praxisnahe Ratgeber. Ehrlichkeit und Alltagstauglichkeit stehen für mich an erster Stelle.