Was bedeutet „Desinfizieren“ im Zusammenhang mit Geschirrspülern?
In letzter Zeit häufen sich die Fragen zur Desinfektionsfunktion vieler Geschirrspüler. Viele Verbraucher möchten wissen, ob diese Programme Viren wie COVID-19 abtöten können und was zu tun ist, wenn der eigene Geschirrspüler keine spezielle Desinfektionsstufe bietet. Die zentrale Frage lautet: Wie sicher ist das Geschirr nach dem Waschen? Und welche Rolle spielen die verschiedenen Reinigungszyklen dabei?
Was versteht man unter „Desinfizieren“ bei Geschirrspülern?
Die Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) definiert die Desinfektion dahingehend, dass mindestens 99,99 % aller Bakterien beseitigt werden müssen. Das bedeutet, dass ein Geschirrspüler, um als desinfizierend zu gelten, in der letzten Spülphase eine bestimmte Mindesttemperatur erreichen sollte. Die amerikanische Organisation NSF (National Sanitation Foundation) zertifiziert Elektrogeräte anhand von Standards wie dem NSF/ANSI Standard 184, welcher sich darauf bezieht, dass ein Geschirrspüler während des letzten Spülgangs mindestens 150°F (etwa 65°C) erreichen muss. Diese Temperatur reicht aus, um Krankheitserreger wie E. coli und Legionella abzutöten werden.
Beide Definitionen sind hierbei relevant: Einerseits die Bakterienvernichtung durch chemische Mittel wie Alkohol oder Bleichmittel und andererseits durch Hitze. Ein wirklich desinfizierender Geschirrspüler sollte also in der Lage sein, diese Leistung auch ohne den Einsatz von Reinigungsmitteln zu erbringen.
Arbeitsweise eines Desinfektionsprogramms
In den meisten modernen Geschirrspülern gibt es entweder eine spezielle Separatfunktion „Desinfizieren“ oder einen entsprechenden Programmmodus. Wird dieses Programm ausgewählt, nimmt der Geschirrspüler warmes Wasser auf und erhitzt dieses noch weiter. Ein elektrisch betriebenes Heizelement sorgt dafür, dass die Temperatur auf das erforderliche hohe Niveau ansteigt, typischerweise über 150°F (etwa 65°C). Im Verlauf des Zyklus wird das Wasser beispielsweise auf bis zu 170°F (roundabout 77°C) erhitzt, was belastbar genug ist, um Keime effektiv abzutöten.
Vorteile eines Desinfektionsprogramms
Um ein zertifiziertes Desinfektionsprogramm zu nutzen, ist häufig eine Investition in einen hochwertigen Geschirrspüler nötig. Die Preise liegen meist zwischen 500 € und 1200 €. Zwar ist dies eine höhere Anfangsinvestition, doch die Vorteile auf lange Sicht sind deutlich spürbar.
Der wichtigste Vorteil besteht darin, die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern. Hochtemperaturprogramme sind nicht nur ideal, um Besteck, Teller und Gläser hygienisch zu reinigen, sondern auch Kunststoffspielzeug, Bechern und anderen Gegenständen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Das erhöhte Temperaturniveau ist effektiver als Handwäsche, da es die Hitzeentwicklung ermöglicht, die der menschliche Körper kaum aushalten kann.
Ein Desinfektionsprogramm und Schnuller lassen sich hervorragend kombinieren, ähnlich wie Erdnussbutter und Jelly.
Obwohl es im Allgemeinen nicht empfohlen wird, Schneidebretter in die Spülmaschine zu geben, können spezielle, spülmaschinenfesten Schneidebretter, die zum Schneiden von Fleisch oder Geflügel verwendet wurden, vom hohen Temperaturniveau profitieren.
Ein gutes Desinfektionsprogramm weist auch auf eine starke Fleckenentfernung hin. Labortests zeigen, dass hartnäckige Flecken wie angebrannter Käse oder Spinat durch hohe Temperaturen gelockert und entfernt werden können.
In der Praxis bedeutet ein gutes Desinfektionsprogramm: eine effektivere Sauberkeit, ein höheres Maß an Hygiene und potenziell weniger Reinigungsarbeit im Haushalt. Die Investition in ein solches Programm lohnt sich also vor allem im Hinblick auf Gesundheit und Sicherheit.